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Wahlsystem

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Wahlsystem Artikel

Unter einem Wahlsystem ist der Modus zu verstehen, nach welchem die Wähler bei einer Wahl ihre Partei- und/oder Kandidatenpräferenz in Stimmen ausdrücken und diese in Mandate übertragen werden.
Siehe auch Wahlrecht, Wahlverfahren und Wahlgleichheit.

Heute basieren praktisch alle Wahlverfahren auf Varianten der Mehrheitswahl oder der Verhältniswahl. In der Schweiz spricht man von Majorz (Mehrheitswahl) und Proporz (Verhältniswahl).

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das System. Die Machenschaften der Macht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Man kann allen Rezensoren dieser Seite zu dem vorstehenden Buch ca. Recht geben und zustimmen. Dieses Buch ist für jeden politisch interessierten Menschen der heutigen Zeit einfach ein "Muss". Allerdings kommt nachdem Lesen die Frage auf, weshalb geht alles so weiter in diesem...

Unterscheidung zwischen Mehrheits- und Verhältniswahl

Buch-Tipp: Das Wahlsystem als Reformobjekt: Eine Untersuchung zu Entstehung und Auswirkung politischer Erneuerungsversuche am Beispiel Japan Richtig gut Ich hab schon ne Menge Bücher über Wahlsysteme in dem Studium gelesen (lesen müssen :( ), aber bei dem hier - obwohl eigentlich zu Japan verfasst - hab ich alles sofort verstanden und sogar Spaß am Weiterlesen gehabt. Das Buch enthält viel zu Wahlsystemen allgemein , aber auch zu Politik in Japan, und die ist auch interessant - und anders...

Kurze Gegenüberstellung der Vorteile

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts streiten sich Verfechter von Mehrheits- und Verhältniswahl deshalb, welches Wahlsystem denn nun das „Bessere“ sei. Die wichtigsten Argumente beider Seiten sind in dem Folgenden gegenübergestellt.

Mehrheitswahl Verhältniswahl

Verhütung der Parteienzersplitterung

Gerechtigkeit. Repräsentation möglichst aller Meinungen und Interessen in dem Parlament in dem Verhältnis ihrer Stärke unter der Wählerschaft.

Förderung der Parteienkonzentration in Richtung auf die Herausbildung eines Zweiparteiensystems

Verhinderung eines Kartells etablierter Parteien. Berücksichtigung gesellschaftlicher Wandlungen und neuer politischer Strömungen bei der Umsetzung von Stimmen in Mandate. Neue Parteien haben eine Chance.

Förderung stabiler Regierungen in Form parteilicher Mehrheitsregierungen.

Verhinderung allzu künstlicher politischer Mehrheiten, denen keine tatsächliche Mehrheit in der Wählerschaft entspricht und die ca. aus institutionellen Eingriffen in den politischen Willensbildungsprozess resultieren.

Förderung politischer Mäßigung, da die größeren politischen Parteien um die gemäßigte Wählerschaft in der Mitte kämpfen und bei einem Wahlsieg auch die politische Verantwortung übernehmen müssen. Die Parteien müssen also ihr Programm an der gemäßigten Wählerschaft und an dem Machbaren ausrichten.

Förderung vereinbarter Mehrheiten durch Aushandeln und Kompromisse, an denen verschiedene gesellschaftliche Kräfte beteiligt sind.

Förderung des Machtwechsels, da kleine Veränderungen in den Stärkeverhältnissen der Parteien nach Wählerstimmen große Veränderungen nach Mandaten auslösen können.

Verhinderung extremer politischer Umschwünge, die weniger das Ergebnis grundlegender Veränderungen der politischen Einstellungen der Wählerschaft sind als vielmehr Folge des Verzerrungseffekts des Wahlsystems.

Herbeiführung der Entscheidung über die Regierungsführung direkt durch den Wähler und nicht durch die Parteien in Koalitionsverhandlungen.

Die Parteien haben die Möglichkeit Experten in das Parlament zu bringen.
Personenwahl: Die Wähler kennen den Abgeordneten und es gibt eine enge Bindung zwischen Abgeordnetem und Wähler


Buch-Tipp: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland Manches ist für einen Laien nicht zu verstehen Das Buch liest sich sehr schnell, die meisten Kapitel sind gut geschrieben und nicht langweilig. Allerdings sind die Kapitel über das Regierungssystem an vielen Stellen nicht zu verstehen. Der Autor setzt viel voraus. Das verstehen ca. Politologie-Studenten. Solch ein Buch sollte aber auch für Laien...

Ausführlichere Betrachtung

Traditionell unterscheidet man zwischen beiden Verfahren in etwa wie folgt:

  • Bei der Mehrheitswahl wird das Wahlgebiet in so viele Wahlkreise eingeteilt, wie Mandate zu vergeben sind. Gewählt sei in jedem Wahlkreis der Kandidat, der dort die meisten Stimmen erhält.
  • Bei der Verhältniswahl werde dagegen die Sitzverteilung so durchgeführt, dass jede Partei so viele Mandate bekommt, wie es ihrem Stimmenanteil in dem gesamten Wahlgebiet entspricht.

Diese Definitionen sind nicht unbedingt falsch – allerdings können sie irreführend sein.

Zum einen beschreiben sie jeweils ca. eine ganz bestimmte Form der Mehrheitswahl (nämlich die relative Mehrheitswahl in dem Einpersonenwahlkreis) bzw. der Verhältniswahl (reine Verhältniswahl in dem Einheitswahlkreis). All die anderen vielfältigen Wahlsysteme, die in der Praxis angewendet werden oder die immerhin theoretisch denkbar sind, werden Kriterien ab: Bei der Beschreibung der Mehrheitswahl steht die technische Ausgestaltung des Wahlverfahrens in dem Vordergrund, während die Definition der Verhältniswahl das zu erreichende Absicht hervorhebt.

Buch-Tipp: Die Geschichte der Autobombe Wirklich sehr zu empfehlen Wer sich mit Terrorismus oder globalen Konflikten auseinandersetzt,dem ist dieses Buch ca. nahezulegen. Von anfänglichen anarchistischen Feldexperimenten über Saigon,Belfast,Algerien und Beirut zur heutigen Autobombenfabrik Irak findet sich alles an Innovationen zu dem Thema. Mit Augenzeugenberichten und Statistiken versetzt,...

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